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Ortsaufgelöste Bestimmung der Transversalwellengeschwindigkeit in Gewebephantomen

* Presenting author
Day / Time: 21.03.2018, 10:00-10:20
Room: MW 2050
Typ: Regulärer Vortrag
Session: Ultraschall
Abstract: Zur Destruktion von Tumorgewebe bei Hyperthermiebehandlungen ist es erforderlich, das zu zerstörende Gewebe ausreichend zu erhitzen, während die Belastung für umliegendes Gewebe möglichst geringgehalten werden soll. Insbesondere in der Nähe von Blutgefäßen kommt es jedoch zu einem erhöhten Wärmeabtransport, der eine Abschätzung der erreichten Temperatur auf Grund von Geräteparametern und Behandlungszeit erschwert.Durch die starke Abhängigkeit der Longitudinalwellengeschwindigkeit von der Temperatur kann aus dieser auf die Temperaturänderung geschlossen werden. Da sich die Longitudinalwellengeschwindigkeit aber auch durch die Denaturierung des Gewebes ändert, ist eine zweite Messgröße erforderlich. Im Gegensatz dazu zeigt die Transversalwellengeschwindigkeit eine geringe Temperaturabhängigkeit, aber dafür eine erhöhte Empfindlichkeit auf den Denaturierungsgrad des Gewebes, sodass durch die Messung beider Geschwindigkeiten eine Ermittlung von Temperatur und Gewebszustand möglich wird.In diesem Beitrag soll ein Verfahren zur ortsaufgelösten Detektion der Transversalwellengeschwindigkeit vorgestellt werden. Dabei wird eine niederfrequente Transversalwelle mittels eines Shakers von außen in das Gewebephantom eingekoppelt. Die dadurch hervorgerufenen Schwingungen werden mittels hochfrequenter Longitudinalwellen (1-10MHz) abgetastet und aus der Propagation der Welle die Transversalwellengeschwindigkeit berechnet.