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Variation von Gehörgangs-Übertragungsfunktionen bezüglich verschiedener Quellen

* Presenting author
Day / Time: 21.03.2018, 11:20-11:40
Room: MW 1450
Typ: Poster
Das Posterforum zu diesen Postern findet am Mittwoch von 16:00 - 16:40 Uhr direkt am Poster in der Magistrale des MW-Gebäudes - Posterinsel G - statt. Die Poster hängen von Dienstag morgen bis Donnerstag nachmittag.
Abstract: In zukünftigen Hörsystemen ist der Einsatz von Mikrofonen, die in der Otoplastik verbaut sind, denkbar. Damit könnte z.B. der Schalldruck am Trommelfell geschätzt werden. In der vorliegenden Studie wurden dazu Übertragungsfunktionen zwischen einem Gehörgangsmikrofon und einem Sondenschlauchmikrofon am Trommelfell bei neun Probanden gemessen. Das prototypische Hörsystem bestand aus einem Rohrstück (d=4,5mm, l=14mm) mit zwei eingebauten Hörgeräte-Receivern und einem Mikrofon am medialen Ende des Rohrs. Eingesetzt in eine Otoplastik ähnelt das System einer „offenen“ Hörgeräteversorgung. Untersucht wurde der Unterschied zwischen den Schalldruck-Übertragungsfunktionen (Trommelfell re Gehörgang) bei Anregung mit verschiedenen Quellen, die sich teilweise im Gehörgang und teilweise im externen Schallfeld befanden. Dabei zeigte sich für die Quellen im Gehörgang bis 10kHz eine max. Differenz von ca. +-5 dB und eine leichte Systematik für alle Probanden. Bei externen Quellen (Lautsprecher von vorn und von 90° ipsilateral) ist der Unterschied für Frequenzen < 4 kHz kleiner +- 3 dB, für höhere Frequenzen kann er jedoch bis +- 20 dB erreichen. Zusätzlich ist hierbei keinerlei Systematik zu erkennen. Der Unterschied zwischen externen Quellen und Quellen im Gehörgang erreicht ab ca. 1,5 kHz +- 10 dB und ist leicht systematisch. Implikationen für das Erreichen einer akustisch transparenten, richtungstreuen Darbietung mit Hörsystemen werden diskutiert.