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30 Jahre Cochlea-Implantat: Einsatz von psychoakustischen Methoden zur Untersuchung und Verbesserung der Hörleistungen

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* Presenting author
Day / Time: 22.03.2018, 14:20-14:40
Room: Interim 2
Typ: Regulärer Vortrag
Abstract: Gegen Mitte/Ende der 1980er Jahre begann der klinische Einsatz des transkutanen Mehrkanal Cochlea--Implantats. Anfangs konnten nur wenige universitäre klinische Zentren die CI-Versorgung inklusive Nachsorge anbieten. Inzwischen bieten in Deutschland 120 Einrichtungen Versorgungen mit Hörimplantaten an. Schätzungen zufolge sind in Deutschland 40.000 Patienten mit einem CI versorgt worden. Während in den Anfängen nur völlig ertaubte Patienten einseitig versorgt wurden, ist heute auch bei Restgehör (besonders im Tieftonbereich) die Versorgung möglich, wenn eine Versorgung mit Hörgeräten kein ausreichendes Ergebnis zeigt. Ebenso konnte bei beidohriger Indikation die bilaterale Versorgung etabliert werden, wie auch seit 2006 die Versorgung einseitig ertaubter Patienten etabliert wurde. Im Beitrag werden die Entwicklung des CI Programms am Beispiel der HNO-Universitätsklinik Frankfurt dargestellt und der Einsatz und die Ergebnisse von psychoakustischen Methoden zur Einstellung der Hörimplantate sowie zur Untersuchung spezieller Hörleistungen (Frequenz-Diskrimination, komplexe Störgeräusche, Richtungshören) beschrieben.