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Experimentelle Schallfeldrekonstruktion in einem A400M-Rumpf basierend auf der Finite-Elemente-Methode

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Day / Time: 20.03.2018, 17:40-18:00
Room: MW 2050
Typ: Regulärer Vortrag
Abstract: Ein Schwerpunkt im Luftfahrtforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist das passagierfreundliche und ökoeffiziente Fliegen. Hörschall mit beeinträchtigender Wirkung auf den Menschen (Lärm) stört das Komfortempfinden und senkt die Akzeptanz sowie die Attraktivität des Fliegens. Maßgeblich für die Entwicklung von Methoden zur Minderung des Lärms in Flugzeugkabinen ist die Kenntnis über die Entstehung von Luftschall im Inneren durch von außen erregte Strukturschwingungen. Flugzeugrümpfe besitzen keine einfachen Geometrien und schwer zu bestimmende Dämpfungseigenschaften. Aus diesem Grund sind Berechnungsverfahren zur Vorhersage des Schallfeldes in realen Flugzeugen aufwendig und mit Einschränkungen verbunden.Im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo V-2) wird ein automatisches Messsystem zur Erfassung des Schalldrucks im inneren einer Flugzeugkabine entwickelt. Den gewonnenen Messdaten lassen sich Informationen über Orte der Schallenergieübertragung entnehmen. Dazu werden die gemessenen Schalldrücke mit einer Methode zur inversen Schallfeldrekonstruktion ausgewertet. Diese Methode basiert auf der Finite-Elemente-Methode. Es wird ein neuer Versuchsstand mit einem Airbus A400M-Rumpf vorgestellt. Die akustische Anregung von außen durch Propellerlärm wird im Experiment durch ein Lautsprechersystem näherungsweise nachgebildet. Erste Ergebnisse werden anhand von Strukturschnellemessungen mit einem Vibrometer überprüft.