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Frequenzabhängiger Einfluss von Geometrie und Lastangriffspunkt von Brettsperrholzelementen auf den Energiefluss über die Stoßstelle

* Presenting author
Day / Time: 22.03.2018, 09:40-10:00
Room: MW 2001
Typ: Regulärer Vortrag
Session: Bauakustik II
Abstract: Für den Einsatz leichter Massivholzkonstruktionen im Geschosswohnungsbau sind die methodischen Grundlagen insbesondere für die Vorhersage der Schallübertragung an Bauteilstößen weiterzuentwickeln. Im tiefen Frequenzbereich ist die Finite Elemente Methode (FEM) für vibroakustische Prognosen geeignet. Für zunehmende Frequenzen nimmt die modale Dichte zu, wodurch die klassische FEM aufgrund der Sensitivität der Ergebnisse an Grenzen stößt und die Anwendung statistischer Methoden erforderlich wird. Im mittleren Frequenzbereich liefert beispielsweise die Statistische Energie Analyse (SEA) robuste Ergebnisse. Dabei ist die klassische SEA auf die Wellentransmission zwischen plattenartigen Strukturen beschränkt. Bei Holz treten bereits bei relativ niedrigen Frequenzen Moden in Dickenrichtung der Platten auf, die mittels Volumenelementen im FE-Modell abgebildet werden können. Nachdem sowohl SEA als auch FEM in ihrer Anwendbarkeit im Frequenzbereich eingeschränkt sind, werden im Rahmen einer hybriden Methode, der Energieflussanalyse, Mittelungsmethoden der SEA bei der Auswertung der FEM eingesetzt.Damit können auf die eingebrachte Leistung normierte Energieflüsse zwischen den einzelnen Bauteilen in Form von Energieeinflusskoeffizienten bestimmt werden. Der Einfluss von Abmessungen und Lastangriffspunkt der einzelnen Bauteile auf den Energiefluss wird in Abhängigkeit des Frequenzbereiches untersucht, der mittels modaler Dichte und modalem Überlappungsfaktor sowie durch erste Resonanzen in Dickenrichtung unterteilt werden kann.Die Ergebnisse basieren auf dem DFG-AIF-Forschungsvorhaben „Vibroakustik im Planungsprozess für Holzbauten“.