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Reale Ambisonics Mikrophone

* Presenting author
Day / Time: 20.03.2018, 17:20-17:40
Room: MW 1450
Typ: Regulärer Vortrag
Abstract: Die Ambisonics Technologie wurde in den 1970ern entwickelt. In ihrer Grundform (First order Ambisonics, FOA) wird das Schallfeld idealerweise an einem Punkt durch ein omnidirektionales und drei orthogonal angeordnete, bidirektionale Mikrophone erfasst („B-Format“). Da perfekte Koinzidenz hierbei nicht möglich ist, besteht eine typische Realisierung aus vier Druckgradientenempfängern, die quasi-koinzident auf den Flächen eines virtuellen Tetraeders angeordnet sind („A-Format“). Deren Signale werden mittels Matrizierung und Filterung in eine virtuelle B-Format-Anordnung umgerechnet.40 Jahre lang war Ambisonics, auch mit der Erweiterung zu Higher Order Ambisonics (HOA) ab ca. 2000, ein Thema für Forscher und eine kleine Zahl von Enthusiasten. Erst durch die Integration von 360°-Video und Ambisonics als bevorzugtem Audioformat in weitverbreitete Plattformen wie Youtube und Facebook erfuhr diese Technologie seit 2016 ein größeres Interesse.Mittlerweile steht eine Auswahl von Mikrophonen in A-Format zur Verfügung, die aber in ihren Realisierungen teils stärker vom theoretischen Ideal abweichen. Vergleichende akustische Messungen zeigen die Differenzen auf. Insbesondere entstehen Laufzeitdifferenzen durch die Quasi-Koinzidenz, die auch durch Matrizierung und Filterung nur partiell kompensiert werden können, so dass man sich im Filterentwurf für ein Optimierungsideal entscheiden muss. Die Auswirkungen verschiedener Filter werden anhand realer Implementierungen dargestellt.