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Instant-Klassifizierung von hydroakustischen Kontakten in autonomen Unterwassersensornetzwerken

* Presenting author
Day / Time: 21.03.2018, 15:00-15:20
Room: MW 2250
Typ: Vortrag (strukturierte Sitzung)
Session: Meeresakustik
Abstract: Im Unterwasserbereich steht man vor der Herausforderung, dass akustische Nachrichtenübermittlung einerseits kleinste Datenvolumen transportieren kann, andererseits die Sensoren aufgrund von Anzahl und Abtastrate um Größenordnungen umfangreiche Datenmengen generieren. Für eine Instant-Übermittlung muss daher verlustbehaftet komprimiert respektive kontextbasiert gefiltert werden. Im Bereich von akustischen Signaturen sind die Berechnung von Terz-/Oktave-Spektren zu einem bestimmten Zeitpunkt ein adäquates Mittel der Bewertung. Bei beispielsweise 40 Teilbändern a 8-bit-Rasterung fallen damit 320 bit an. Aber auch dieser Umfang ist für eine akustische Nachrichtenübertragung überfordernd, da die Übermittlung die parallele Signaturmessung stört. In gemeinsamen bilateralen Arbeiten mit der Polnischen-Marine-Akademie in Gdingen wurde als Hilfsgröße die "akustische Farbe" eingeführt, die skalierungsinvariant ist, damit in unterschiedlichen Sensorknoten idealerweise identisch bestimmt und damit in einer flutenden Datenfusion bereitgestellt werden kann. Die drei Farbwerte Rot/Grün/Blau mit weiteren Kennungen zur benutzten Skalar und Pegelwerten benötigt dann noch 91 bit und können für eine Instant-Quick-Look-Analyse herangezogen werden. In dieser Arbeit werden zu unterschiedlichen Meßkampanien die „akustischen Farben“ für Überwasserschiffe/–boote bestimmt und speziell für den Fokus räumlich und zeitlich verteilter Messungen erörtert. Dabei zeigen Ähnlichkeiten in Clustern Typklassen der gemessenen Objekte auf; Anomalien werden zu interpretieren versucht. Insgesamt zeigt sich, dass die Übermittlung der "akustischen Farbe" als Vorabinformation eine sinnvolle Herangehensweise ist.