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Psychoakustische Prädiktoren für den Irrelevant Sound Effect

* Presenting author
Day / Time: 22.03.2018, 09:20-09:40
Room: Interim 1
Typ: Vortrag (strukturierte Sitzung)
Abstract: Der Irrelevant Sound Effect (ISE) beschreibt die Beobachtung, dass die Verarbeitung von geordneten Items im Kurzzeitgedächtnis durch bestimmte Hintergrundgeräusche messbar beeinträchtigt wird. Gemessen wird in den Experimenten die Fähigkeit einer Versuchsperson, die willkührliche Reihenfolge von bis zu 9 Ziffern zu erfassen, und nach einer kurzen Pause exakt wiederzugeben. Sprache ist in diesen Experimenten ein besonders störendes Hintergrundsignal, wobei allerdings der semantische Gehalt der Sprache nur einen gringen Einfluss hat, der Effekt tritt ebenso auf bei rückwärts abgespielter Sprache. In einigen Arbeiten, z.B. in einer Kooperation zwischen der Münchener Psychoakustik und der Umgebungspsychologie in Eichstätt, wurde versucht, die Verringerung der Gedächtnisleistung aus Eigenschaften des Störgeräusches abzuleiten, z.B. durch Bestimmung der Fluktuationsstärke. In meinem Vortrag möchte ich über eigene Arbeiten zur Kurzzeitgedächtnisleistung berichten, in denen ein Signalparameter analysiert wird, der ein Maß für die spektrale Variabilität darstellt. Hiermit versuchen wir, über rein zeitliche Parameter wie die Fluktuationsstärke oder den Speech Transmission Index hinaus zu gehen.