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Schutz vor Verkehrslärm unter Berücksichtigung von Maximalpegeln? Vergleich der Regelwerke und rechtlicher Kategorien bei Straßen-, Schienen- und Fluglärm

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* Presenting author
Day / Time: 21.03.2018, 09:20-09:40
Room: MW 2001
Typ: Vortrag (strukturierte Sitzung)
Abstract: Der Schutz vor Verkehrslärm ist in unterschiedlichen Regelwerken definiert. Beim Neu- und Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, der Lärmsanierung oder dem Neubau von Wohngebieten sind rechtliche Kategorien zu beachten. Das Vorsorgeprinzip ist für alle Beteiligten beim Neubau von Wohnungen und Siedlungen (DIN 18005) aber auch von Verkehrsinfrastruktur verbindlich. Werte für den Tag- und Nachtschutz sind in einer Reihe von Regelwerken festgelegt worden – die DIN 4109 legt Nachtwerte erstmalig 2016 fest. Korrektursummanden werden aufgrund der Besonderheit des Außenlärms in der VDI 2719, der DIN EN ISO 717-1 und der 24.BImSchV definiert. Aktuelle Arbeiten nehmen Bezug auf die Differenz des Außenlärmspektrums und der Schalldämmwerte von Fenstertypen. Ungeregelt ist insbesondere bei Schienenlärm die Berücksichtigung von Maximalpegeln bei der Bestimmung des maßgeblichen Außenlärmpegels. Das Bayrische Landesamt für Umwelt hat bereits 2007 darauf verwiesen, dass bei Schienenlärm anders als bei Straßenlärm (aktuell DIN 4109-2 kombiniert mit DIN 4109-4) die DIN 4109 Lücken aufweist. Im Rahmen von höchstrichterlich bestätigten Ausbauentscheidungen zu Verkehrsflughäfen (insbesondere München und Berlin) sind Häufigkeitsmaximalpegelkriterien festgelegt worden, die zu zufriedenstellendem baulichem Schallschutz geführt haben, während das Kriterium zu Aufwachreaktionen am Leipziger Flughafen zu evaluieren ist. Anforderungswerte sind zu vergleichen. Sie sollten Korrektursummanden und Maximalpegelkriterien berücksichtigen und somit den baulichen Schallschutz aller Außenbauteile umfassen.