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Beitrag der Reifenschwingungen und des Air-pumpings zum Rollgeräusch

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* Presenting author
Day / Time: 21.03.2018, 17:40-18:00
Room: MW 0250
Typ: Vortrag (strukturierte Sitzung)
Abstract: Bei der Diskussion des Reifen/Fahrbahngeräusches wird oft davon ausgegangen, dass für Frequenzen unter ca. 1000 Hz die Reifenschwingungen für das Rollgeräusch verantwortlich sind. Oberhalb 1000 Hz geht man davon aus, dass das sogenannte „Air-pumping“ die Hauptursache des Rollgeräusches ist. Dies wird oft mit Hilfe des in Messungen beobachteten Geschwindigkeitsexponenten begründet der bei höheren Frequenzen oft in der Größenordnung von „vier“ ist. Dies würde auf eine Monopolquelle hinweisen. Mit Hilfe des Rollmodels, das an der Chalmers Universität in Göteborg entwickelt wurde, wird diese Frage näher untersucht. Dabei zeigt sich dass die in Messungen beobachteten Geschwindigkeitsexponenten eine solche Interpretation nicht zulassen, da auch die Reifenschwingungen einen Geschwindigkeitsexponent von „vier“ aufweisen können. Im Vortrag wird das Rollmodell kurz vorgestellt, das aus einem Reifenmodell einem Kontaktmodell und einem Abstrahlungsmodell besteht. Das Reifenmodell berücksichtigt sowohl Luftinnenraum als auch Felge. Das Kontaktmodell, das im Zeitbereich formuliert ist erfasst den nichtlinearen Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn. Mit Hilfe des Rollmodells werden Kontaktkräfte, die Kräfte an der Radachse als auch die abgestrahlte Schalldrücke berechnet. Die Berechnungen erfolgen sowohl für typische Straßenoberflächen also auch für artifizielle Oberflächen, z.B. einzelne Hindernisse und geben Einblick in die Mechanismen der Rollgeräuschentstehung.