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Methodik zur Aufbereitung von CPX-Daten für die Verwendung in Lärmschutzprojekten

* Presenting author
Day / Time: 21.03.2018, 15:20-15:40
Room: MW 0250
Typ: Vortrag (strukturierte Sitzung)
Abstract: Strassenverkehrslärm stört oder belästigt grosse Teile der Bevölkerung in vielen Ländern. Einige Staaten kennen Regelungen zum Schutz vor Strassenverkehrslärm, bei welchen Immissionsgrenzwerte einzuhalten sind. Die Lärmbeurteilung sowie die Planung und Dimensionierung von Lärmschutzmassnahmen beruht oft auf Lärmberechnungsmodelle, womit sich die Immissionen flächendeckend ermitteln lassen. Eine der wesentlichsten Unsicherheiten bei der Modellierung geht dabei von den im Modell angenommenen akustischen Eigenschaften des Strassenbelages aus. Um die Zuverlässigkeit der Lärmberechnung zu erhöhen, können Daten von Rollgeräuschmessungen CPX (close proximity) beigezogen werden, die den akustischen Zustand von Strassenoberflächen im Strassenverlauf wiedergeben. Die gültige Norm sieht eine Auflösung der CPX-Daten von 20m vor. Dies ist allerdings zur Berücksichtigung in Lärmberechnungsmodellen viel zu kleinräumig und kaum praktikabel. In dieser Studie wird eine Methodik zur Aufbereitung von CPX-Daten entwickelt, damit diese in der Lärmemissionsmodellierung möglichst einfach berücksichtigt werden können, ohne dabei aber die akustische Variabilität der Strassenbeläge zu vernachlässigen. In einem ersten Schritt wurden 20m Normsegmente mithilfe eines statistischen Verfahrens zu akustisch homogenen Abschnitten aggregiert. Anschliessend entscheidet eine nachgelagerte Analyse, ob die Daten für einzelne Fahrspuren oder Richtungsfahrbahnen zusätzlich getrennt ausgewiesen werden müssen. Die aufbereiteten Daten werden in Ergebnisplänen visualisiert, welche nun in der Schweiz als Standardgrundlage für die Festlegung der Emissionen in Lärmschutzprojekten dienen.