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Integration einstellbarer, akustischer Materialien im Flugzeugbau

* Presenting author
Day / Time: 19.03.2018, 12:10-12:35
Room: MW 1550
Typ: Vorkolloquium
Abstract: Ein wichtiger Faktor des Passagierkomforts in Flugzeugen ist der Kabinenlärm - hervorgerufen durch Triebwerks-, Umströmungs- und Systemlärm. Der Großteil heutiger Flugzeuge verfügt über Turbofan-Triebwerken, welche ein tieffrequentes, breitbandiges Geräusch erzeugen. Zukünftige Flugzeugkonfigurationen hingegen ermöglichen ein breites Spektrum verschiedener Antriebsquellen von Turbofan-Triebwerken größerer Nebenstromverhältnissen über eingebettete Turbofans bis hin zu verteilten, kleinen Antriebseinheiten. Alle Konzepte haben jedoch eine Gemeinsamkeit; eine zu tiefen Frequenzen verschobene, schmalbandige oder tonale Lärmsignatur. Die heutigen, zur Lärmminderung eingesetzten, passiven Maßnahmen sind mehrheitlich durch Mehrgewicht geprägt. Oft geht damit auch eine Verbesserung der Lärmreduktion im höheren Frequenzbereich einher, welches nicht immer erforderlich ist. Von industrieller Seite besteht daher der Wunsch, die Maßnahmen gezielt nur für bestimmte Frequenzbereiche einstellen zu können, um Gewicht einzusparen. Weiterhin besteht der Bedarf die akustische Wirksamkeit hinsichtlich verschiedener Lärmsignaturen oder Kabinen-konfigurationen in begrenztem Rahmen zu adaptieren. So würde ein für 250Hz ausgelegtes Designkonzept mit ggf. geringfügigen Änderungen der geometrischen Parameter auch für 500Hz eingesetzt werden können, ohne die Maßnahme neue zertifizieren zu müssen. Erste Untersuchungen zu einstellbaren Materialien wurden bei Airbus in verschiedenen Prüfständen durchgeführt und gegenüber konventionellen Maßnahmen verglichen.