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Einfluss von Efferenzen auf die monaurale und binaurale Frequenzselektivität des Gehörs

* Presenting author
Day / Time: 21.03.2018, 15:40-16:00
Room: Interim 2
Typ: Poster
Das Posterforum zu diesen Postern findet am Mittwoch von 16:00 - 16:40 Uhr direkt am Poster in der Magistrale des MW-Gebäudes - Posterinsel F - statt. Die Poster hängen von Dienstag morgen bis Donnerstag nachmittag.
Abstract: Ein wesentlicher Aspekt des Hörsystems ist seine Fähigkeit, den Schall spektral zu analysieren. Psychoakustisch kann diese Frequenzselektivität durch Ergebnisse von Verdeckungsexperimenten charakterisiert werden, z.B., bei dem ein Sinuszielsignal von einem Rauschen verdeckt wird, dass eine spektrale Lücke um das Zielsignal aufweist (engl. Notched-noise). Mehrere physiologische und psychoakustische Studien der letzten Jahre zeigten, dass die für die Frequenzselektivität verantwortliche Dynamik des Innenohres durch efferente Erregung verändert wird. Eine efferente Erregung kann z.B. durch einen zusätzlichen vorgeschalteten Schall (engl. Precursor) ausgelöst werden. Der vorliegende Beitrag untersucht, wie sich die Ergebnisse eines Notched-noise Experiments ändern, wenn dem Signal-Verdecker-Komplex ein Precursor vorangestellt wird. Als Precursor wurde eine Bandpassrauschen mit oder ohne spektrale Lücke an der Signalfrequenz verwendet. Um den Unterschied zwischen monauraler und binauraler Frequenzselektivität zu untersuchen wurden Schwellen für ein diotisches und ein dichotisches Signal mit einer interauralen Phasendifferenz von π bestimmt; der Verdecker und der Precursor wurden immer diotisch dargeboten. Eine zusätzliche Bestimmung der Schwellen ohne Verdecker zeigte eine nur geringe Nachverdeckung des Signals durch den Precursor. Der Vergleich zwischen den Schwellen mit diotischen Signal und denen mit dem dichotischen Signal zeigen, dass die effektive binaurale Frequenzselektivität sich von der monauralen unterscheidet und dass sich beide durch die Anwesenheit von Precursoren verändern.